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«Denk dran. Ruf an.» – eine Aktion für mehr soziale Kontakte im Alter

Visual_mit_Logos_D_NEU.gifPro Senectute lanciert am 1. Oktober 2009, dem Internationalen Tag der älteren Menschen der UNO, eine schweizweite Telefon-Aktion gegen soziale Verarmung und Einsamkeit.

Pro Senectute, die Fach- und Dienstleistungsorganisation der Schweiz im Dienst der älterenMenschen, ruft zusammen mit Swisscom am Donnerstag, 1. Oktober 2009, zu einer schweizweiten Aktion für soziale Kontakte im Alter auf: «Denk dran. Ruf an.» Anlässlich des «Internationalen Tages der älteren Menschen» der UNO soll landesweit an die ältere Generation gedacht und eine nahe stehende ältere Person angerufen werden.

Mitmachen kann jede und jeder: Ob Tochter, Enkel oder gleichaltrige Freunde. Eigentlich hätte man sich schon lange mal wieder bei einem älteren Menschen melden wollen, doch die Hektik des Alltags lässt dies oft untergehen. Mit der Bildmarke eines Telefonhörers mit Knopf als Erinnerungshilfe und Spots wollen Pro Senectute und Swisscom für die Bedeutung sozialer Kontakte sensibilisieren und fordern jeden Einzelnen zum Handeln auf.

Werner Schärer, Direktor von Pro Senectute Schweiz, erinnert an die Wichtigkeit eines intakten sozialen Netzwerkes. «Die Angst vor sozialer Isolation belastet ältere Menschen besonders stark. Mit der Aktion rütteln wir auf und weisen darauf hin, dass Armut an sozialen Kontakten eine Tatsache ist.» Pro Senectute setzt damit ein starkes Zeichen in ihrem Engagement für das Wohl, die Würde und die Rechte älterer Menschen in der Schweiz.

Die Partnerin Swisscom «unterstützt das Engagement, bei dem Solidarität und die Begegnung zwischen Menschen im Zentrum stehen», so Pascal Jaberg, Leiter des Kundensegments «Generation 50 Plus» von Swisscom. Das Unternehmen macht mit einer Promotion in ausgesuchten Swisscom Shops auf die Aktion aufmerksam und bietet vor Ort Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, jemanden kostenlos anzurufen. Zudem leistet Swisscom einen Beitrag an den Einzelhilfefonds von Pro Senectute. Das finanzielle Engagement kommt unmittelbar älteren Menschen in Not zugute. Unterstützt wird die Aktion ausserdem durch die Schweizer Familie, welche im Vorfeld an die Schweizerinnen und Schweizer appelliert, mitzumachen.

Soziale Armut im Alter

Soziale Kontakte sind zentral für das Wohlergehen aller. Begrenzte Partizipationsmöglichkeiten bei der Beziehungspflege belasten viele betroffene ältere Menschen mehr als materielle Unterversorgung.

Jährlich wenden sich rund 34'000 Männer und Frauen hilfesuchend an die 130 Beratungsstellen der Pro Senectute Organisationen. Die Organisation engagiert sich auf vielfältige Weise gegen soziale und materielle Altersarmut. Erst im vergangenen Mai veröffentlichte Pro Senectute eine aktuelle Studie zur Problematik, bildet doch die Sozialberatung als Kernleistung den diesjährigen Schwerpunkt ihrer Öffentlichkeitsarbeit.

Telefon als Beziehungspflege

«Dabei sein wäre alles», so empfinden viele ältere Menschen. Soziale Kontakte geben aber auch Sicherheit. Genau hier setzt Pro Senectute mit der Aktion zum 1.10. und den Telefonketten für Seniorinnen und Senioren an, die im Januar 2010 als Angebot in der Deutschen Schweiz lanciert werden. Die Ketten bestehen aus drei bis sechs älteren Menschen, welche sich gegenseitig in einer gemeinsam vereinbarten Regelmässigkeit anrufen. Dadurch sind soziale Kontakte gesichert. Anmeldungen zur Teilnahme nimmt Pro Senectute ab sofort entgegen.

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