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Sun greift Microsoft und Apple an

Weltmarketingchef Gadre: "iPod ist alles andere als ein offenes System"


Der US-Server-Konzern Sun Microsystems hat in scharfer Form die Konkurrenten Microsoft und Apple angegriffen. Die beiden Firmen würden mit ihrem Festhalten an eigenen Dateiformaten verhindern, dass "Dateien einfach übertragen werden können - unabhängig davon, welche Software verwendet wird", sagte Suns Weltmarkeitngchef Anil Gadre der 'Berliner Zeitung' (Samstagsausgabe). Ebenso wie Microsoft sei Apple "keine Firma, die für die Offenheit ihrer Produkte" stehe. "Der Musikspieler iPod zum Beispiel ist alles andere als ein offenes System", kritisierte Gadre.

Ein Beitrag von de.internet.com


Das Verhalten der beiden Konzerne führe dazu, dass der "Wechsel eines Zentralrechners für Unternehmen so gut wie unmöglich" sei. "Selbst bei einem Tischcomputer geht man harten Zeiten entgegen, wenn das Gerät oder wichtige Software-Teile darauf ausgetauscht werden sollen", erklärte Gadre. Denn es stelle sich die Frage, ob sich überhaupt "die eigenen Daten in ein neues System übertragen" ließen.

Es gelte "zu verhindern, dass bestimmte Informationsdienste nur mittels einzelner Programme bestimmter Unternehmen zugänglich" seien. "Firmen wie Microsoft machen vielen Kunden den Einstieg in ihre Programme leicht. Die wirkliche Herausforderung für den Kunden kommt erst, wenn er sein Computersystem oder die Software wechseln will", sagte Gadre. Sun wolle dem entgegenwirken. Deshalb gehöre der Konzern zu den Mitgründern der OpenDocument-Format-Alliance, die sich für den freien Dokumentenaustausch einsetze.

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