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GRACoL arbeitet mit ISO TC130 an universellen Charakterisierungsdaten

Wie einer Pressemitteilung des GRACoL Komitees zu entnehmen ist wurde auf dem letzten ISO TC130 Meeting in San Diego beschlossen, zukünftig gemeinsam an international gültigen und umgesetzten Charakterisierungsdaten für den Bogenoffset-Druck zu arbeiten. Der erste Schritt zu weltweit gleichen Druckstandards? Ein Kommentar von Georg Obermayr (www.georgobermayr.de)

Sicherlich kann diese jüngste Ankündigung auch als eine Art erster Erfolg für die printing across borders-Intiative (pab, www.printingacrossborders.org) gewertet werden, die von Olaf Drümmer (ECI) und Don Hutcheson (GRACoL) als Diskussionsplattform zum Thema Druckstandardisierung ins Leben gerufen wurde.

Das GRACoL Komitee stellt in der Pressemitteilung klar, das es sich selbst nie als Wettbewerber oder gar Konkurrenz zur Arbeit der ISO gesehen hat. In der Tat ist dieser Eindruck in der Vergangenheit des öfteren entstanden. GRACoL7 sei aber eine Implementierung von Bestandteilen der ISO 12647-2 mit weiterführenden Methoden, Charakterisierungsdaten und Terminologien, so die Pressemitteilung.

Der neuen Task Force wird Andreas Kraushaar von der Fogra vorstehen. Des weiteren werden Elie Khoury (Alwan Color) und Don Hutcheson (GRACoL) ihre Expertise einbringen.

Larry Warter fasst das Ziel der Task Force so zusammen: "We now look forward to working with the ISO community as part of the new TC130 task force, in the hopes that agreement can be reached and ISO can publish a single, unified, international characterization data set for commercial offset printing."

Das sich GRACoL zu diesem Schritt entschlossen hat, darf wohl als ein Ergebnis der printing across borders-Intiative verstanden werden. Auf der Mailingliste und in verschiedensten Meetings in Europa und den USA entstanden teilweise kontroverse Diskussionen über die Definition und Entwicklung von Druckstandards.
Themen waren z.B. Graubbalance, Dichtemessung, Drucktoleranzen und schließlich auch die Anlieferung von Daten zu amerikanischen Druckern. Mit pab hat die Druckbranche eine wichtige Diskussionsplattform gefunden um sich außerhalb der ISO über die Fallstricke des Druckens auszutauschen, dass ist sicher ein großer Gewinn an Transparenz. Auch da sehr viele Nationalitäten an der Diskussion teilnehmen.

Was sich in den letzen Monaten gezeigt hat, ist dass die Umsetzung der ISO-Norm im deutschsprachigen Raum Modellcharakter für andere Länder hat. Obwohl es im Detail immer Verbesserungsbedarf gibt, ist der Grad an Standardisierung bei uns sicherlich vorbildlich. Die ISO 12647-2 stellt die notwendige Kommunikationsterminologie dazu zur Verfügung. Agenturen und Druckerein arbeiten auf Basis von anerkannten Industriestandards, Drucken wird "vorhersehbar". Das ist zumindest die Theorie, die tägliche Praxis nähert sich dem aber immer mehr an...

Durch die aktuellen Entwicklungen wird es hoffentlich in zehn Jahren genauso einfach sein, Daten zum Drucker um die Ecke zu schicken wie zum Druckkonzern in den USA. Erreicht kann das nur werden, wenn die nationalen Egoismen einmal vergessen, und in den Dienst einer massiven Vereinfachung des Druckdatenaufbereitung gestellt werden.

Georg Obermayr, 02.06.2006

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