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Nur Ohnmacht und Hilflosigkeit - SPAM's beherrschen immer mehr unseren Alltag

Es gibt keinen Tag, wo ich mich nicht über die zig SPAM-Mails ärgere. Immer wieder mache ich mir Gedanken, wie diesen SPAMs am besten entgegengewirkt werden kann.

Da ist es nur ein ganz schwacher Trost, wenn ich sehe, dass ich nicht alleine damit zu kämpfen habe. Doch die Problematik geht so tief, dass wir wohl - wenn überhaupt - ohne einschneidende gesetzliche Massnahmen kaum je von diesem Übel entlastet werden.

Zombie PCs im Überschuss

Ein kläglicher Versuch mit dem Eintragen von Blacklists scheiterte schnell einmal an der Erkenntnis, dass im Mai 2006 täglich über 170'000 Zombie PCs identifiziert wurden.

"Zombie PCs" sind von Internet-Kriminellen über eingeschleuste Hintertür-Programme übernommen worden und werden für eigenen Zwecke wie Passwortknacker oder eben SPAM's missbraucht. Dies liegt vieflach an der Unkenntnis von Anwendern, welche ohne Argwohn Ihren PC ungeschützt im Netz belassen.

Versand von SPAM's auf Kosten der Unwissenden

SPAM-Versender haben über Zombie-PCs natürlich doppelten Gewinn. Sie verkaufen ihre Werbung und sparen durch den Versand über fremde PC's Bandbreiten bzw. lassen diese wiederum durch ihre Kunden bezahlen. Vor allem aber wird es für Anti-SPAM-Filter unmöglich, SPAM's via IP-Adressen auszutricksen. Zudem sind diese PC's viel unauffälliger, weil darüber weniger Mails versendet werden können.

Der neueste Trend geht auf den Versand von "Bilder-SPAM's" hin, indem der Text als Bild versendet wird und dadurch auf Textanalysen oder Wortlisten basierende SPAM-Filter ausmanövriert werden.

Ich sehe also keinen Sinn mehr, täglich hunderte von Mail-Adressen in Blacklists einzutragen. Wirksamstes Mittel gegen die SPAMs sind gute Regeln in Mail-Programmen, welche die Mails automatisch in einen eigens dafür erstellten Ordner verschieben. Aber natürlich müssen auch da täglich neue Regeln erstellt werden und können kaum pauschal für eine grosse Gruppe von Anwendern eingesetzt werden.

Doch in diversen Mail-Programmen wie z.B. MS Outlook besteht die Möglichkeit, Regeln zu exportieren, damit diese auch an anderen Arbeitsplätzen verwendet werden können.

Urs Gamper
gamper-media

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